Einzelnen Beitrag anzeigen
Ungelesen 04.08.09, 00:00   #6
sipoter
Anfänger
 
Registriert seit: Sep 2008
Beiträge: 4
Bedankt: 0
sipoter ist noch neu hier! | 0 Respekt Punkte
Standard

Township (Südafrika)

Township in Soweto

Townships ist die Bezeichnung für die während der Apartheid in Südafrika und im südafrikanisch verwalteten Namibia eingerichteten Wohngegenden für die schwarze, die farbige oder die indische Bevölkerung. Sie nehmen auch heute noch die Ausmaße von ganzen Städten an. Ein typisches Beispiel ist Soweto (South Western Township), ein Stadtteil von Johannesburg in der Provinz Gauteng.

Sie waren Teil der so genannten „idealen Apartheidsstadt“, in der alle Rassen durch so genannte „buffer zones“ in Form von physischen Barrieren, Verkehrsanlagen, Industrieeinrichtungen oder unbebauten Landstücken getrennt wurden.

Während die „weiße Stadt“ durch eine sozioökonomische Viertelbildung charakterisiert wurde, waren die Townships ursprünglich nach ethnischen Gesichtspunkten aufgeteilt. Eine Besonderheit stellten die so genannten „Hostels“ dar, welche als einfachste Sammelunterkünfte für alleinstehende Männer und Frauen dienten, die im „weißen“ Gebiet arbeiteten.

Die ständig wachsende Einwohnerzahl in den Townships ist heute noch eines der größten Probleme. Die Bevölkerung lebt in Großwohnsiedlungen und Squatter-Gebieten, einfachen Hüttenvierteln fast ohne Infrastruktur. Zum Beispiel wurde 1927 ein Township (Langa) 12 Kilometer südöstlich von Kapstadt ursprünglich für 850 Personen gebaut, 1989 umfasste dieses bereits 16.500 Einwohner. Nach aktuellen Schätzungen sind es jetzt über 80.000. Rund 74.000 schwarze Familien wohnen in Kapstadt in Squatters oder Hostels. Anfang 1997 fehlten über 134.000 Wohneinheiten.

Die Größe eines Townships ist bevölkerungsstatistisch nur sehr schwierig erfassbar. Ihre Lage erstreckt sich meistens an den Stadträndern. Die einzelnen Behausungen, so genannte „Shacks“ (engl. für Baracke, Bretterbude), sind meistens vollkommen ungeordnet gebaut. Die Bewohner kommen und gehen. Aus dem gleichen Grund ist es auch allgemein schwierig, eine Aussage zu machen, wie schlimm oder gut die Verhältnisse sind.

Häufig wird beim Begriff Township an massenhafte Behausungen aus Wellblechhütten, Pappkartons und eine extrem hohe Bevölkerungsdichte gedacht. Es werden eine hohe Kriminalität, große Armut, Hunger, Krankheiten und hohe Gewaltbereitschaft Weißen gegenüber vermutet.

Nach dem Ende der Apartheid änderten sich die Zustände zwar nur schleppend, doch es gibt allmählich Verbesserungen. So werden beispielsweise die oft zu dicht nebeneinander gebauten Häuser verlegt, um ein effizienteres Straßen- und somit auch Versorgungsnetz aufbauen zu können. Oft findet heute die Nahversorgung durch informelle "Tante-Emma-Läden", sogenannte Spaza shops statt. from Wiki

Ne du Werbung ist was anderes:

Werbung dient der gezielten und bewussten Beeinflussung von Menschen zu meist kommerziellen Zwecken. Der Werbende spricht Bedürfnisse teils durch emotionale, teils informierende Werbebotschaften zum Zweck der Handlungsmotivation an. ebenfalls bei Wiki

MfG by(e) SAChris
sipoter ist offline   Mit Zitat antworten